Schutzumfang

Der Fonds de garantie des dépôts Luxembourg (FGDL, Einlagensicherungsfonds Luxemburg) deckt erstattungsfähige Einlagen aller zugewiesenen Institute sowie der POST Luxembourg. Erstattungsfähige Einlagen aus Zweigstellen von luxemburgischen Kreditinstituten, die das Bankgeschäft in einem Mitgliedstaat der EU betreiben, werden ebenfalls vom FGDL gedeckt. Hingegen sind Einlagen aus unselbständigen Niederlassungen in Drittländern außerhalb der Europäischen Union nicht vom FGDL gedeckt. Der Schutz der Einlagen ist unabhängig von der Währung, in der diese unterhalten werden, sowie von der Herkunft oder vom Wohnort des jeweiligen Antragstellers. Grundsätzlich sind alle natürlichen und juristischen Personen, mit Ausnahme von Institutionen des Finanzsektors, gedeckt. Ausnahmen sind in Artikel 172 des Gesetzes vom 18. Dezember 2015 (FR/EN) über den Ausfall von Kreditinstituten und bestimmten Wertpapierfirmen aufgeführt.


Falls eine Bank nicht mehr in der Lage ist, die bei ihr unterhaltene Kundengelder, also Einlagen, zurückzuzahlen, sind die Erstattungsansprüche der Kunden durch die Einlagensicherungssystem garantiert. Dies geschieht z.B. wenn eine Bank zahlungsunfähig bzw. insolvent wird. Die Deckungssumme beträgt EUR 100.000 pro Person und pro Bank. In gewissen Fällen, wird die Sicherungsgrenze erhöht. Die Einleger behalten ihre Rechte auf den nicht von dem FGDL erstatteten Anteil und auf nicht besicherungsfähige Einlagen, die über die Sicherungsgrenze von EUR 100.000 hinausgehen. Die von dem Sicherungssystem nicht geschützten Einlagen können im Insolvenzverfahren beim Insolvenzverwalter angemeldet werden.


Die Garantie beträgt EUR 100.000, unabhängig von der Währung der Einlagen. Einleger luxemburgischer Banken und ihrer europäischen Zweigstellen werden grundsätzlich in Euro vergütet. Für Gemeinschaftskonten wird jedem Inhaber eine Rückzahlung von bis zu EUR 100.000  garantiert. Der FGDL ist in der Regel verpflichtet, die Erstattung per Banküberweisung innerhalb von sieben Werktagen nach Feststellung eines Garantiefalles zu leisten, sobald der Einleger dem FGDL eine neue Kontonummer mitgeteilt hat und ein Anspruch auf die Erstattung festgestellt wurde. In bestimmten Fällen können die Fristen länger sein. Im Schadensfall wird der FGDL den Einlegern per Post und über seine Website die genaue Vorgehensweise zur Übermittlung der notwendigen Informationen an den FGDL mitteilen. Weitere Informationen zur Funktionsweise der Garantie finden Sie auf der Seite Wie Sie eine Erstattung erhalten.